Kultur in reichem Maße

Kultureller Mittelpunkt der Stadt ist das Rosenthal-Theater. Es liegt mitten in Selb, am Hang des Selbbachtales. Das Angebot im Haus reicht von Opern, Operetten und Musicals bis hin zu hochkarätigen Schauspielaufführungen, Symphoniekonzerten, Kammerkonzerten, Jazzkonzerten, Kleinkunstveranstaltungen und Aufführungen örtlicher Bühnenvereine, sowie der örtlichen Gesangs-, Geselligkeits- und Musikvereine.

Das Porzellanikon Selb befindet sich in einer 1969 stillgelegten ehemaligen Rosenthal-Fabrik im Ortsteil Selb-Plößberg. Gut 9000 Quadratmeter der ehemaligen Firma beherbergen drei verschiedene Museen: das Europäische Industriemuseum für Porzellan, das Rosenthal Museum und das Europäische Museum für Technische Keramik. Seit den 70er Jahren stand das Haus leer, wurde jedoch mit Beginn der 90er Jahren als Industriedenkmal nach neuesten Gesichtspunkten der Denkmalpflege original restauriert.

In Hohenberg a.d.Eger fand das Porzellanikon mit dem Deutschen PorzellanMuseum schon 1982 eine Bleibe in traditionsreichem Hause: In der ehemaligen Direktorenvilla des Familienunternehmens C.M. Hutschenreuther. 1995 wurde das historische Haus um einen modernen Anbau aus Glas und Stahl auf 2 000 Quadratmeter rweitert. Heute zeigt das Museum rund 12 000 Exponate, mehr als 150 000 Porzellane birgt das Depot.

Das Fichtelgebirgsmuseum in der Kreisstadt Wunsiedel is das größte Regionalmuseum in Bayern. Es ist eine wahre Schatzkammer der sagenhaften Region Fichtelgebirge. Von steinzeitlichen Funden bis zu Kunstwerken der Gegenwart reicht das Spektrum der Ausstellungsstücke. Die Geschichte des Fichtelgebirges, vor allem aber das Leben und die Kultur der Menschen in der Region wird dargestellt.

Ziel des Vereins Europäischen Natur- und Kulturlandschaft Häuselloh ist es Verständnis, Interesse und Mitgefühl für den Wald, die Natur und die dort in der Vergangenheit und in der Neuzeit arbeitenden Menschen zu wecken beziehungsweise zu vertiefen. Das Volkskundliche Gerätemuseum ist seit 1992 in einem ehemals landwirtschaftlich genutzten Anwesen in Bergnersreuth, einem Vorort von Arzberg, untergebracht. Der Museumshof entstand 1908 durch die Zusammenlegung zweier Höfe. Anstelle der Vorgängerbauten wurden dabei modernere und funktionellere Wohn- und Wirtschaftsgebäude errichtet, so dass der Besucher einen Bauernhof aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts vorfindet .